Gespann-Routinier Peter Schröder und Denise Kartheininger feierten auf dem Schleizer Dreieck ihre Podiumspremiere in der IDM. Text: Dirk Johae; Fotos: MPS/Dino Eisele

Ex-Weltmeister Tim Reeves (GB) bleibt das Maß der Dinge bei den IDM Sidecars. Mit dem seinem „Turner“ Mark Wilkes (GB) gewann der 46-jährige Pilot aus dem Dorf High Haiden in Kent auch das zweite Rennen beim 85. Schleizer Dreieckrennen. Mit dem Adolf RS1-Yamaha-Gespann verwiesen die Briten das Team Mike Roscher und Anna Burkard auf den zweiten Platz in der Gesamtreihenfolge. Der Fahrer aus Grossalmerode und seine Schweizer Beifahrerin feierten damit den Sieg in der Klasse für Gespanne bis 1000 ccm. Auch Roscher/Burkard feierten auf der Naturrennstrecke in Ost-Thüringen somit einen Doppelsieg.

Roscher ist ein Schleiz-Routinier: „Ich war schon zum 42. Mal hier“, erzählte er. „Mein erster Einsatz war 1992 oder 1993 als Beifahrer.“ In diesem Jahr startete er mit seiner LCR-BMW vom fünften Platz aus. In der Startrunde verlor er sogar noch eine Position. Dann starteten Roscher/Burkard eine Aufholjagd. In der siebten Runde überholte sie das Schweizer Gespann Nussbaum/Hirschi (LCR-Suzuki) und übernahmen die Führung in der Klasse. „Unser Gespann war an diesem Wochenende einfach perfekt, das hat den Ausschlag gegeben“, meinte Roscher.

Drei Runden später überholten sie Bennie Streuer/Kevin Rousseau (NL/F) mit der LCR-Kawasaki und verteidigten die Position bis ins Ziel. Streuer kämpfte damit, dass die Sohle seines Stiefels zu heiß wurde. Aber er rettete noch den zweiten Platz in der 600er-Klasse vor den Schweizern Markus Schlosser und Marcel Fries (LCR-Yamaha) ins Ziel.
Roscher/Burkard gewannen aber nicht nur die Klasse, sondern krönten ihre Aufholjagd auch mit der schnellsten Rundenzeit des Rennens von 1:33,064 Minuten. Im Ziel hatten sie über zehn Sekunden Vorsprung vor Nussbaum/Hirschi, die sich den zweiten Platz sicherten. Nach den beiden Rennen in Schleiz beträgt ihr Vorsprung in der IDM-Zwischenwertung allerdings nur noch sechs Punkte. Doch den größten Jubel bei der Siegerehrung ernteten die Drittplatzierten in der 1000-ccm-Klasse, Peter Schröder und Denise Kartheininger (LCR-Suzuki). Für den Schweizer Routinier war es der erste Podiumsplatz in der IDM überhaupt. „Es war unser Ziel, irgendwann einen Podiumsplatz herauszufahren“, sagte der 68-Jährige mit einem breiten und tief zufriedenen Grinsen im Gesicht.