Der Titelverteidiger Toni Erhard startet in Schleiz hoch motiviert und hofft auf eine bessere zweite Saisonhälfte.

Der dritte Platz im Qualifying macht Hoffnung: Der Vorjahresmeister in der IDM Supersport 300 erlebte eine durchwachsene erste Saisonhälfte. Der zweite Platz am Lausitzring ist das beste Saisonergebnis für den KTM-Fahrer aus Schwarzenberg-Pöhla. In der IDM-Zwischenwertung belegt der 18-jährige Sachse nur den achten Platz.

„Schade, dass es in den ersten Rennen nicht so gut geklappt hat“, fasst Erhard zusammen. „Mein Ziel ist es, in den ausstehenden Läufen so viele Punkte wie möglich zu holen.“ Der KTM-Pilot blickt optimistisch auf die Rennen in Schleiz, nachdem ein mechanisches Problem an der RC 390R behoben wurde. „Auf der Geraden in Oschersleben konnte ich das Tempo der Spitze nicht mitgehen“, schildert Erhard die Auswirkung. Doch schon bei seinem WM-Start in Misano war die KTM wieder fit.

Trotzdem konnte Erhard seinen Wildcard-Einsatz, den er als Belohnung von IDM-Reifenlieferant Pirelli bekam, nicht in einen zählbaren Erfolg ummünzen. „Beim Qualifying hat es angefangen zu regnen, aber da fehlt mir einfach die Erfahrung und ich habe bei dem großen Starterfeld keine freie Runde zusammenbekommen“, so Erhard. Seine IDM-Rennen und die freien Trainingssitzungen wurden auf trockener Strecke ausgefahren. Auch das Chance-Rennen um die letzten Startplätze fand im Nassen statt. Damit war der WM-Einsatz für den IDM-Meister früher zu Ende als ihm lieb war.

Jetzt konzentriert sich der KTM-Fahrer, der in dieser Saison in der Freudenberg WorldSSP Academy startet, ganz auf die IDM-Saison. In Schleiz hofft er auf den Windschatten seiner Teamkollegen Jan-Ole Jähnig und Victor Steeman, die beide den Sprung aus der IDM in die Weltmeisterschaft geschafft haben. „Ich versuche, die Geschwindigkeit der beiden mitzugehen und zu meinen Verfolgern eine Lücke herauszufahren“, sagt Erhard zu seiner Taktik in Schleiz.