Julian Puffe kam als Tabellen-Erster nach Oschersleben und hat eine gute Basis, dass es auch nachher so bleibt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) wird morgen von der Pole Position ins erste IDM Superbike 1000-Rennen gehen. Die Prestigeklasse gastiert wie auch die anderen IDM-Soloklassen im Rahmen der FIM Endurance-WM in der Motorsport Arena Oschersleben.

Puffe gelang als einzigem Fahrer eine Zeit unter 1:26 min. Die schnellste Runde des 23-Jährigen aus Schleiz wurde mit 1:25,547 min gestoppt. Für den ehrgeizigen Deutschen gab es dennoch einen Wermutstropfen, der ihm anzumerken war. Er stürzte noch im Verlauf des weiteren Trainings, die neue BMW S 1000 RR erlitt schwere Schäden und fing Feuer. Es steht noch nicht fest, ob das Motorrad reparabel ist, oder die Ersatzmaschine eingesetzt wird.
Titelverteidiger Ilya Mikhalchik wurde Zweiter. Der 22-jährige Teamkollege von Puffe erreichte seine beste Zeit von 1:26,306 min bereits im ersten Qualifying und konnte sich nicht mehr verbessern. Auch er hatte in der zweiten Session einen Ausrutscher, konnte aber weiterfahren.

Als Dritter schaffte es Marc Moser (MGM Yamaha) in die erste Reihe. Und das trotz gebrochener Hand, die mitten in der Heilungsphase steckt. Teaminhaber Michael Galinski berichtete von den Maßnahmen, die Moser das Fahren erleichtern sollten. „Wir versuchen, dass er mit der Körperhaltung nach vorne kommt und weniger Wheelies macht.“ Mosers Teamkollege, Superbike-Rookie Maximilian Weihe, verpasste knapp den Sprung in die Top Ten. Galinski hält bereits große Stücke auf den Suzuki GSX-R-Cup-Sieger von 2018, der nun auf die Yamaha R1-M umgestiegen ist. „Er hat eine sehr ruhige und angenehme Art zu arbeiten. Maximilian lässt sich leiten und versucht vieles umzusetzen. Er macht einen guten Job.“

Startreihe zwei eröffnet Dominic Schmitter (Yamaha). Der Schweizer hat sich fest in die IDM Superbike 1000 eingeschrieben, nimmt aber nicht an allen Rennen teil. Erwan Nigon (Kawasaki) qualifizierte sich für den fünften Startplatz, Alessandro Polita (Honda) für den sechsten. Der Italiener hatte am Wochenende bereits drei Tage in Oschersleben trainiert, aber die Strecke war sehr voll und der Fireblade-Pilot hatte kaum freie Fahrt. Für HRP-Teamchef Jens Holzhauer geht der sechste Platz mit der Fireblade deshalb völlig in Ordnung.

In den Top Ten landeten des weiteren Pepijn Bijsterbosch (BMW), Ricardo Brink (Yamaha), Toni Finsterbusch (Suzuki), Bobby Bos (Suzuki). Brink und Finsterbusch gingen jeweils zu Boden, wobei sich Finsterbusch Blessuren am rechten Arm und Fuß zuzog.