Hinfallen, aufstehen , Krone richten und weiter: Sarah Heide muss die Schlappe mit den Rundenzeiten vom Saisonauftakt abhaken. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Nach dem Saisonauftakt auf dem Lausitzring prallten zwei Welten aufeinander. Einerseits war Sarah Heide hocherfreut gleich am Anfang Punkte in der IDM Superbike 1000 geholt zu haben, andererseits hatte die einzige Frau in der Prestige-Klasse an ihren Rundenzeiten zu knabbern. Sie war eine Sekunde langsamer als vor einem Jahr gewesen. Warum, das bleibt ein Rätsel. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Vom 6. bis 9. Juni 2019 findet im Rahmen der German Speedweek in Oschersleben bereits die nächste IDM-Runde statt.

Der Auftakt in der Lausitz ist dann endgültig Geschichte, wenn auch nicht vergessen. Schon im Zeittraining unter warmen Wetterbedingungen und mit weichen Reifen auf der Suzuki GSX-R 1000 war die 31-Jährige vom Team Suzuki Laux ADAC Sachsen nicht gut in Schwung gekommen. In der Nacht vor dem Rennsonntag krempelte das Team in der Nacht das ganze Fahrwerk am Motorrad noch einmal um, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Im warm-up fühlte sich die Suzuki für Heide zwar besser, aber immer noch nicht zufriedenstellend an. Daran war nichts mehr zu ändern.
Nach einem gelungenen Start vom 17. Platz kämpfte sich die Zwickauerin im ersten Rennen zwei Plätze nach vorn. Im zweiten Lauf war ein 14. Platz drin. „Die Punkte waren ein Trostpflaster, denn die Zeiten waren nicht akzeptabel“, blieb Teamchef Stefan Laux sehr nüchtern. “Wir haken das aber jetzt ab und schauen nach vorne.“

Sarah Heide, deren Karriere aus Budgetgründen lange auf der Kippe stand, hatte sich den Auftakt auch anders ausgemalt. „Erstmal herzlichen Dank an meine Sponsoren und mein Team für die Unterstützung, ohne diese wäre ich gar nicht hier“, wandte sie sich an ihre Gönner und erzählt: „Meine Fitness-Vorbereitungen und das Rennstreckentraining in Spanien hatten mich überaus zuversichtlich für den Saisonstart gemacht. Umso enttäuschender ist es, dass ich mich in der Lausitz so schwer getan habe und den Grund nicht weiß.“