Daniel Kartheininger ist als Zugpferd bei HPC-Power Suzuki gebucht, doch der Saisonauftakt verlief nicht nach Plan. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Den Saison-Auftakt in der IDM Superbike 1000 hatte sich Daniel Kartheininger anders vorgestellt. Statt nach zwei Läufen in Deutschlands höchster Motorradstraßenrennsportklasse bester GSX-R 1000-Fahrer zu werden, reiste der Neuzugang vom Team HPC-Power Suzuki mit null Punkten nach Hause.

Im warm up wurde er schon in der ersten Runde jäh durch einen technischen Defekt gestoppt. Im ersten Rennen klappte ihm das Vorderrad weg – der nächste Sturz. Für die Teilnahme am zweiten Lauf reichte die Reparaturzeit nicht. Kartheininger blieb in der Rolle des Zuschauers.

Während seine Teamkollegen und Bobby Bos (NL) und Kevin Sieder (A) ihre Rundenzeiten ständig verbesserten und nun auf den Plätzen 9 und 11 in der Meisterschaft liegen, hatte der Deutsche aus dem Unterallgäu die Pechsträhne erwischt. „Wir haben uns das ganze Wochenende im Kreis gedreht und die gefahrenen Zeiten aus dem letzten Jahr nicht erreicht. Die freien Trainings am Freitag liefen noch ganz gut, aber am Samstag sind wir auf der Stelle getreten, während die Konkurrenz schneller wurde“, berichtet Kartheininger. „Abends haben wir uns noch für eine radikale Umstellung des WP-Fahrwerks entschieden. Ich wollte sie am Sonntag im warm up ausprobieren. Aber dazu ist es ja nicht wirklich gekommen.“

Weil das erste Rennen wegen eines Unfalls abgebrochen und neu gestartet werden musste, wurde in der Zwischenzeit einiges wieder zurück gerüstet. Kartheininger war auf Position zehn in einer Gruppe, die den Anschluss an die ersten Vier suchte, als er plötzlich stürzte. „Es ist mir unerklärlich, wie das passiert ist. Es ist am Kurvenausgang passiert, es gibt keine Abriebsspuren am Reifen. Ich denke, dass mich eine Bodenwelle ausgehebelt hat.“

Dem 26-Jährigen bleibt nichts anderes übrig, als das Wochenende auf dem Lausitzring abzuhaken. „Ich blende es einfach aus und war am besten gar nicht da“, macht Kartheininger einen Strich drunter. „Meine Saison beginnt in Oschersleben.“ Vom 6. bis 10. Juni 2019 findet dort die nächste IDM-Runde im Rahmen der Endurance-WM bei der German Speedwaek statt.