Sieger unter sich: Tom Toparis (links) gewann auf dem Lausitzring den zweiten Lauf in der IDM Supersport 600, Max Enderlein führt die Gesamtwertung an. Text und Foto: Anke Wieczorek

Es war wie verhext. Das Freudenberg Team hatte in der Pause zwischen dem ersten und zweiten IDM Supersport 600-Lauf alles versucht, die Elektronik der Yamaha R6 auf Vordermann zu bringen. Aber es nutzte nichts. Max Enderlein verlor die Führung im Rennen auch dieses Mal wegen einer defekten Zündung. Diesmal gewann der Australier Tom Toparis. Das Podium blieb erneut in Yamaha-Hand.

Der Start gelang Max Enderlein noch perfekt. Tom Toparis, der Drittplatzierte des ersten Laufes, klemmte sich sofort hinter ihn. Dennis Lippert kam vom fünften Rang auf den dritten nach vorn geprescht. Die Kawasaki von Gabriel Noderer war nur auf der zehnten Position zu sehen.
In der sechsten Runde steckte Toparis schon fast im Auspuff von Enderlein, Auftaktsieger Sander Kroeze stürzte und Daniel Rubin schob sich an Dennis Lippert vorbei auf den dritten Platz.

In der zehnten Runde passierte es. Das Motorrad von Enderlein fing wie schon im ersten Lauf an zu streiken, verlor an Leistung und Enderlein musste die R6 neu starten. Diesen Moment nutzte Toparis freilich zum Überholen aus. Viel Zeit, den Sieg ins Ziel zu bringen, blieb nicht. Das Rennen wurde in der zwölften Runde wegen eines Sturzes abgebrochen. Auf der Strecke lag ein Motorrad. Die elfte Runde wurde laut Reglement gewertet. Somit siegte Toparis vor Enderlein und Rubin.
Bester Nicht-Yamaha-Fahrer wurde Gabriel Noderer. Er hatte sich auf seiner Kawasaki noch auf den siebten Platz nach vorn gekämpft.

Toparis erwies sich bei der Podiumszeremonie als sehr fairer Sieger, denn er sagte: „Ich habe Glück gehabt und von Enderleins Pech profitiert.“ Einen Triumph kann Enderlein trotzdem für sich verbuchen. Er führt nach dem Saisonauftakt mit zwei zweiten Plätzen die deutschsprachige Garde an. In der IDM Supersport 600-Gesamtwertung ist er mit nur einem Punkt Rückstand Zweiter hinter Toparis.