Jetzt muss analysiert werden. Die IDM Supersport 300-Titelverteidigung wird kein einfacher Weg für Toni Erhard. Text: Dirk Johae; Foto: Dino Eisele

Auch im zweiten Lauf beim IDM-Saisonauftakt auf dem Lausitzring ließ Gaststarter Koen Meuffels (KTM) nichts anbrennen: Der WM-Pilot der Freudenberg SSP Academy gewann das Rennen der IDM-Nachwuchsklasse mit 2,2 Sekunden Vorsprung souverän vor seinem niederländischen Landsmann Rick Dunnik (Yamaha). Wie schon am Vortag sicherte sich Dunnik damit als bester IDM-Pilot die Maximalpunktzahl von 25 Zählern.
Auch bei seinem zweiten Auftritt des Wochenendes zeigte der 16-jährige Fahrer aus Staphorst eine starke Leistung. „Meine Yamaha verfügt im Gegensatz zu meinen Konkurrenten nur über den Standardkit mit weniger Motorleistung“, meinte Dunnik, der jetzt mit 50 Punkten zum zweiten IDM-Wochenende nach Oschersleben im Rahmen der German Speedweek reist.

Hinter Dunnik fuhr der Titelverteidiger Toni Erhard (KTM) als Gesamtdritter über die Ziellinie. Der 18 Jahre alte Abiturient musste sich mit dem Rückstand von 0,357 Sekunden Rückstand nach elf Runden geschlagen geben. Nach seinem Ausfall im ersten Rennen mit gebrochenem Schaltgestänge verbuchte der Schwarzenberger seine ersten IDM-Zähler. Erhard, der ins erfolgreiche Team von Michael und Carsten Freudenberg gewechselt ist, erwischte einen sehr guten Start und machte in der ersten Runde vier Plätze gut. Danach konnte Erhard die zweite Position hinter seinem Teamkollegen Meuffels behaupten. „Dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht, bin in einer Kurve zu weit gegangen und habe dadurch einen Platz eingebüsst“, schilderte der Sachse die entscheidende Situation.

Im spannenden Rennen der IDM-Nachwuchsserie sicherte sich der Tscheche David Kuban (KTM) den vierten Gesamtplatz. Ihm fehlten im Ziel aber bereits fast drei Sekunden auf Toni Erhard. Für eine packende Schlussphase sorgte ein Kawasaki-Quintett beim Kampf um die fünfte Position. Dabei konnte sich der Belgier Angelo Licciardi mit nur 0,064 Sekunden gegen den Gaststarter Tom Bramich durchsetzen. Der Australier behielt seinerseits mit nur 0,063 Sekunden vor seinem Teamkollegen Troy Beinlich die Nase vorn. Knapp dahinter folgten die Teamkollegen Colin Velthuizen und Micky Winkler.