Alles richtig gemacht. Andres Nussbaum und Manuel Hirschi brannten eine Spitzenzeit in den Asphalt der Lausitz. Ausbeute: Pole Position. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Was gestern war, zählt heute nicht mehr. Im zweiten Qualifying beim IDM-Auftakt auf dem Lausitzring legte Andres Nussbaum mit 1:49,276 min eine Rundenzeit vor, die alle vorherigen ausradierte.

Der Schweizer und sein Landsmann Manuel Hirschi katapultierten sich in der IDM Sidecar vom dritten Platz auf die Pole Position – und das im 1000 ccm-Gespann. „Das wird IGG-Chef Robert Werth freuen“, grinste Hirschi und wusste wegen seiner ersten Pole Position zuerst gar nicht, was mit ihm geschah. „Für den Robert haben wir jedenfalls alles richtig gemacht.“ In der IDM werden weiterhin auch die 1000 ccm-Gespanne gefahren, obwohl in der WM längst die 600er-Motoren vorgeschrieben sind. Und ausgerechnet eine 1000er-Ausgabe steht nun ganz vorne im Startfeld. Die nächste folgt mit John Smits/Gunter Verbrugge auch gleich auf dem zweiten Platz.

Der siebenfache Weltmeister Tim Reeves/Mark Wilkes im Adolf RS Yamaha-Gespann mit 600 ccm musste sich den beiden Teams im zweiten Qualifying beugen. Gestern war er noch Schnellster gewesen.
Auch hinter den Briten tauchte wieder ein 1000er-Gespann auf. Mike Roscher/Anna Burkard konstatierten: „Gestern sind wir spazieren gefahren, heute ging´s ab.“

Die Hubraumklassen werden jedoch separat gewertet. Das sorgt dafür, dass Markus Schlosser/Marcel Fries mit der fünftschnellsten Zeit im Trainings-Gesamtergebnis trotzdem als Zweiter hinter Reeves in der 600er-Kategorie anzusehen ist.