Das war für Andres Nussbaum und Manuel Hirschi wie ein Sechser im Lotto: Zuerst die Pole Position geholt und dann Sieger des ersten Laufes. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Sascha Biele

Andres Nussbaum und Manuel Hirschi haben mit ihren LCR Suzuki-Gespann mit 1000 ccm Hubraum das Auftaktrennen in der IDM Sidecar gewonnen. Für die beiden Schweizer war der ganze Samstag ein einziges Freudenfest: zuerst die Pole Position und dann der Sieg im Rennen.

Nussbaum wie auch Hirschi konnten ihr Glück nur langsam fassen. „Ich bin noch nie vorne gefahren und war unruhig, ob das auch so bleibt. Ich habe auf jedes Motorgeräusch geachtet, es war fast schon unheimlich.“ Die „Sense“, wie das Team Hirschi´s Sense in Kurzform genannt wird, durfte auch ein wenig vom Gerangel zwischen John Smits/Gunter Verbrugge und dem besten 600er-Team in der Besetzung Tim Reeves/Mark Wilkes profitieren. Die ungleichen Teams lieferten sich einen sehenswerten Schlagabtausch. In der vorletzten Runde war dem siebenfachen Weltmeister aus Großbritannien die bessere Position nicht mehr zu nehmen. Reeves kam als Zweiter ins Ziel, wurde aber in der separat gewerteten 600er-Kategorie zum Sieger gekürt. „Ich hatte einen guten Start“, erzählt der Multi-Weltmeister, „aber dann sind die 1000er-Gespanne erst einmal rechts und links an mir vorbeigezogen. Es gab viel zu tun.“ Aber ganz offensichtlich gefällt Reeves der Kampf. „Es war eine gute Entscheidung, dass wir uns in die IDM eingeschrieben haben.“

Die ersten Drei in der 1000 ccm-Wertung waren Nussbaum/Hirschi, Smits/Verbrugge, Hilbert Talens/Frank Claeys. Mike Roscher/Anna Burkard hatten sich nach fünf Runden mit einer riesigen Rauchwolke aus dem Geschehen verabschiedet: Am Vorderrad war Schraube eine gebrochen, das Rad schliff über den Asphalt.

In der 600er-Klasse siegten Reeves/Wilkes vor Josef Sattler/Uwe Neubert und Markus Schlosser/Marcel Fries.