Tipps vom Profi: Julia Hämmer hat vor ihrer ersten IDM Supersport 300-Saison noch einige Dinge mit Jonas Folger abgecheckt. Text: Anke Wieczorek, Fotos: privat, Photo-BK.com

Immer, wo Julia Hämmer auftaucht, ist was los. In geheimer Mission auf dem Grand Prix-Kurs auf dem Hockenheimring unterwegs, traf die 27-jährige IDM Supersport 300-Fahrerin MotoGP-Testfahrer Jonas Folger. Beide waren eigentlich anderweitig beschäftigt, doch der deutsche WM-Pilot ließ es sich nicht nehmen, auch die kleine Yamaha R3 von Julia Hämmer im Rahmen des Speer Racing-Trainings eine Runde auszuführen und der hochmotivierten Racerin Tipps zu geben.

„Er hat mir gesagt, wie wichtig die Lenkerstummel sind, oder sich auf dem Motorrad ganz klein zu machen. Wir haben über die Körperhaltung geredet und den Speed am Kurveneingang.“ Julia Hämmer konnte gleich üben, bereits die erste Kurve des Grand Prix-Kurses ist die berühmte Parabolica. Die gefahrenen Zeiten: Topspeed laut GPS 180 km/h, beste Runde in 2:06 min. Ein kleiner Sturz sorgte wegen fehlender Ersatzteile kurzfristig für Panik. „Panzertape und Kabelbinder haben den zweiten Fahrtag gerettet“, blieb Julia Hämmer pragmatisch.

Immer an ihrer Seite: Nina Schubrikoff, ebenfalls auf der Yamaha R3 in der IDM Supersport 300 am Start. O-Ton: Julia „Jule“ Hämmer: „Etwas unheimlich erscheint uns die Tatsache, dass wir immer gleich schnell sind. Wenn wir in den Rennen gegeneinander fahren, hoffen wir mal, dass wir uns nicht gegenseitig abschießen.“

Neuste Entwicklung in der Klasse: Die zuerst von Yamaha Deutschland zusätzlich angedachte bLU cRU R3-Cup-Wertung innerhalb der IDM Supersport 300 hat sich zerschlagen. Die Yamaha R3-Fahrer sollen dennoch das bLU cRU-Nachwuchskonzept verkörpern und ein blaues Zelt wird im Fahrerlager der zentrale Anlaufpunkt für alle Yamaha-Fahrer sein.