Bayrischer Schnellzug: Dennis Lippert ist auf der Überholspur, stürmte als IDM-Rookie in die Top Ten der IDM Supersport 600 und rollt jetzt mit neuem Material an. Text: Anke Wieczorek; Fotos: racepixx.de

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte sich Dennis Lippert seine Ziele für die vergangene Saison gesteckt. Er wollte als Rookie einen Podiumsplatz in der IDM Supersport 600 erreichen und in die Top 7 der Gesamtwertung fahren. Resultat: alles geschafft. Was hat der 23-jährige Brunnthaler als nächstes vor?

Lippert ist ein Senkrechtstarter in der Supersport 600-Klasse. Nur drei Fahrer aus den Top Ten punkteten in allen Rennen. Der Student aus dem bayrischen Dorf mit Bergkulisse war dabei. Obwohl er noch seine alte Yamaha aus den vorherigen Renntrainings eingesetzt hatte. Mit dem neuen Modell soll es jetzt noch besser laufen.

Lippert hat für 2019 aber nicht nur das Motorrad, sondern auch das Team gewechselt. Ravenol Endurance Motorsport nennt sich die Crew, für die er in der IDM Supersport 600 antritt und am Deutschen Langstrecken Cup (DLC) teilnimmt. „Das Projekt steht auf einem guten Fundament“, sagt Lippert. „Aber auf der Verkleidung meines Motorrads und der Lederkombi sind noch Werbeplätze frei“, gibt er eindeutig zu verstehen. In der DLC hat sich sein Team mit dem Gesamtsieg in der Klasse 3 im vergangenen Jahr schon einen Namen gemacht. Die IDM ist Neuland für die Truppe.

„Der erste Test ist bereits Geschichte. Ich konnte das neue Motorrad bereits drei Tage in Cartagena und Valencia testen und war sofort sehr schnell“, berichtet Lippert. „Wayne Tessels aus den Niederlanden war auch vor Ort, dadurch hatte ich einen guten Vergleich. Wir konnten die neue Yamaha step by step auf mich anpassen. Nach nur sechs Tagen fühle ich mich äußerst wohl auf der R6.“

Der nächste Termin steht schon fest: das Team – und logischerweise auch Lippert – nimmt am Ostersamstag an den traditionellen 1000 km von Hockenheim im Rahmen des Deutschen Langstrecken Cups teil.