Die Unterschrift im Team Kawasaki Schnock Team Motorex ist für Luca Grünwald nur noch eine reine Formsache. Text: Anke Wieczorek, Foto: Archiv Grünwald

Luca Grünwald wurde der Rennsport in die Wiege gelegt. Seine Eltern gaben ihm seinen Namen in Verehrung von WM-Star Luca Cadalora. Für Luca Grünwald fiel die WM-Tür vorerst zu. Der 24-jährige Waldkraiburger wird 2019 in der IDM Supersport 600 auf Kawasaki um Punkte fahren.

Hinter dem Bayern liegt ein ereignisreiches Jahr in der Supersport 300-WM. Als WM-Vierter verpasste er zum Schluss um zwei Punkte den Bronzerang. Luca Grünwald hatte in Assen einen Sieg eingefahren und landete in über der Hälfte der gefahrenen Rennen in den Top 6. Trotzdem geht es in der WM für ihn nicht weiter. „Es hat nicht mehr gepasst für mich“, erzählt der Ex-KTM-Pilot. „Ein weiteres Jahr dranzuhängen, das war nicht das Ziel. Der Aufstieg in die Supersport 600-WM war der Plan. Es war ein Auf und Ab. Letztlich gab es da auch ein finanzielles Loch, das die Situation geändert hat.“

Die Lösung aus der Misere heißt für Luca Grünwald: Start in der IDM Supersport 600. „Angreifen und vorne reinfahren“, hat sich der zukünftige Kawasaki-Pilot vorgenommen, der im Team von Roman Raschle und Rainer Schnock angedockt hat. „Die Vertragsunterschrift ist nur noch eine reine Formsache.“ Grünwald, der vor sechs Jahren schon eine Supersport 600-Saison absolvierte, steht schon länger mit dem Team in Kontakt. Auch in der IDM Superbike 1000 hätte es für ihn Chancen gegeben. Grünwald war 2017 im Team Suzuki Mayer verpflichtet und Gesamt-Achter geworden. Nun wäre ein Platz bei Suzuki Alber-Bischoff denkbar gewesen. Doch Grünwald setzt auf die 600er-Kawasaki ZX-6R und damit doppelt soviel Hubraum wie in der WM.

Auch während des WM-Jahres hat Grünwald die IDM im Auge behalten, „obwohl ich bei keinem einzigen Rennen vor Ort war. Sicher, man verliert den Kontakt im Fahrerlager, aber so lange war ich ja nun auch nicht weg.“

Grünwald ist das Zugpferd im Team, das sich ausschließlich auf die 600er-Klasse konzentriert. Seine Kollegen heißen Henrik Müller, Sandro Furter und Severin Bingisser. Müller kommt aus Eschwege. Der 24-Jährige hat 2018 mit der Triumph-Challenge eine Amateur-Rennserie gewonnen. Der 26-jährige Sandro Furter ist ein gebürtiger Schweizer, wurde in der Schweizer Meisterschaft groß. Er hatte 2018 bereits einen Gastauftritt in der IDM. Landsmann Severin Bingisser hingegen ist ein echter Rookie.