Marc Moser hat bei MGM Yamaha Racing angedockt und tauscht den Sitz der Kawasaki nach einem Jahr Rennpause gegen eine YZF-R1. Text: Anke Wieczorek; Fotos: 2SNAP, Jörg Klöppner

MGM Yamaha Racing unter der Leitung von Teamchef Michael Galinski startet 2019 in der IDM Superbike 1000 neu durch. Ganz vorne Marc Moser, der sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Bühne Erfahrung mitbringt. An seiner Seite ist Maximilian Weihe. Er dominierte in der vergangenen Saison den Suzuki GSX-R Cup.

Nach einem Jahr Rennsport-Pause steigt der 25-jährige Marc Moser in den Sattel der Yamaha YZF-R1. Er hat erst sein Studium zum Bachelor International Business erfolgreich beendet, bevor es zurück auf die Piste geht. Seine letzte komplette IDM-Saison liegt fünf Jahre zurück, damals wurde er Dritter in der Supersport 600-Klasse. Später fuhr Moser im FIM Superstock 1000-Cup im Rahmen der Superbike-WM. Das Jahr Rennsport-Pause hat dem Frankfurter nicht behagt. „Ich bin privat bei ein paar Renntrainings mitgefahren, aber den harten Wettkampf habe ich extrem vermisst.“

Moser liebäugelte für seine Rückkehr mit der Endurance-WM, hatte Kontakt mit Honda Holzhauer, traf dann auf Michael Galinski. Der Deal zwischen Moser und dem Yamaha-Teamchef war schnell geritzt. „Es gilt natürlich Titelverteidiger Ilya Mikhalchik zu schlagen“, sagt Moser, „aber ich denke, die Top 5 sollten mein Ziel sein und das ist auch realistisch. Ich bin die Yamaha noch nie gefahren. Bei meinen privaten Einsätzen im letzten Sommer habe ich aber bewiesen, dass ich immer noch schnell bin. Daher mache ich mir da keine großen Sorgen.“

Mit Mikhalchik trifft Moser auf einen Ex-Teamkollegen aus dem FIM Superstock 1000-Cup. Beide fuhren 2017 Kawasaki. Was hält er von dem Ukrainer? „Ilya war damals schon schnell. Er ist gelegentlich aber keinen smarten Stil gefahren. Ich glaube, dass er generell geschlagen werden kann.“

Bei IDM Superbike 1000-Neuzugang Maximilian Weihe liegt der Fokus auf der konstanten persönlichen Entwicklung. „Es ist schwierig, konkrete Ziele zu nennen, da es doch großes Neuland für mich ist, zusammen mit einem so professionellen Team zu arbeiten“, äußert Maximilian Weihe.
Teamchef Michael Galinski bekommt alle Hände voll zu tun. Er ist mit seiner Firma MGM Racing auch für die technische Betreuung der Motorräder in der Yamaha R3 blU cRU Challenge im Rahmen der IDM Supersport 300 sowie des Twin Cups verantwortlich.