Das Fahrer-Karussell dreht sich. Björn Stuppi hat auf den verschlungenen Wegen bei Buchner Motorsport angehalten. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Immer ein freches Grinsen im Gesicht, hochmotiviert und kommunikativ: Björn Stuppi ist der Strahlemann, auch wenn es nicht läuft wie geplant. Vor allem ist der 33-Jährige ein Kämpfer. Er bleibt dran. Mit Buchner Motorsport geht es ins Jahr 2019.

Die Saison 2018 ist nicht gelaufen wie es sich der Motorradverkäufer aus Steißlingen erhoffte. Statt in den Top 15 zu landen, häufte Stuppi in der IDM Superbike 1000 magere drei Meisterschaftspunkte an. Es lief nicht alles glatt. Auf dem Lausitzring wurde der BMW-Pilot im freien Training von einem Konkurrenten angekickt. Das Ergebnis: rechtes Schultergelenk kaputt und ein Stück vom Knochen am Oberarm abgesplittert. Wäre es nach Stuppi gegangen, hätte er trotzdem weitergemacht. Die Meinungen von drei Ärzten und sein Teamchef Daniel Bergau konnten ihn aber einbremsen und bis zum Hockenheim-Finale still halten. Dort kehrte Stuppi mit zwei Punkten ins Geschehen zurück.

2019 folgt der nächste Schritt. Björn Stuppi wechselt das Team und ist seit dieser Woche der neue Superbike-Vertragsfahrer bei Buchner Motorsport. Auch hier fährt der eingefleischte BMW-Pilot eine S 1000 RR, vorläufig das bekannte Modell aus dem letzten Jahr. An die nagelneue Version, die auf der EICMA in Italien vorgestellt wurde, ist vor Mai nicht ranzukommen. „In dem Dreh rum werde ich dann auch wechseln“, sagt Stuppi, der seine Motorräder selbst mitbringt, aber bei Buchner betreuen lässt.

Marc Buchner erwartet als Teamchef, dass der Neuzugang nun konstant in die Punkteränge fährt. Und dieser wiederum hält große Stücke auf seinen Boss. „Marc ist selbst ein guter Fahrer und das Team ist professionell aufgestellt.“ Stuppi lacht: „Außerdem ist Marc viel ruhiger als ich und das erdet mich.“

Es sind Testfahrten geplant. Bis dahin wird Stuppi trotzdem nicht an Bewegungsmangel leiden. Am Sonntag bekommt er sein neues Pitbike für dreckiges Fahren im Gelände. Im Januar ist er beim Fitnesstest bei Ortema in Markgröningen. Danach liegt eine Einladung zum Endurotraining nach Griechenland an, bevor es mit BMW nach Portugal geht.