Marco Fetz ist der Sieger in der Superstock 600-Wertung 2018. Der Bayer hat Ambitionen für höhere Aufgaben. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Sechs von zwölf Rennen gewonnen und auch sonst immer auf dem Podium gestanden: Marco Fetz hat sich den Titel im IDM Superstock 600-Cup souverän verdient und Grund zum Feiern gibt es genug. Im Moment vergnügt sich der 18-Jährige Bayer mit seinem Vater und ein paar Kumpels beim Motorradfahren auf dem Pannoniaring. So sieht der Saisonabschluss eines ambitionierten Rennfahrers aus. Fetz hat seine Yamaha R6 aus dem Cup und eine 1000er BMW mit in Ungarn.

Was kommt danach? Es gibt Gespräche. „Auf jeden Fall“, sagt Fetz, „und das in alle Richtungen.“ Aufstieg in IDM Supersport 600 und IDM Superbike 1000 lauten die Alternativen. Im Cup fuhr der der angehende Industriemechaniker als Einziger seiner Spezies mit einem Wilbers-Fahrwerk. Auch in der IDM Supersport 600 wäre ein solcher Deal denkbar.

Oder geht es für den Lokalhelden aus dem mittelfränkischen 150-Seelen-Dorf Kleinbreitenbronn gleich kerzengerade in die IDM Superbike 1000? Es ist kein Geheimnis, dass Benny Wilbers neben seinem Entwicklungsteam mit dem gestandenen Fahrer Bastien Mackels gern einen Nachwuchsfahrer mit separater Teamstruktur unterstützen würde.

Die Vita von Fetz würde passen: 2017 Dritter im Yamaha R6-Dunlop-Cup, 2018 Sieger im Superstock 600-Cup, der im gleichen Feld wie die IDM Supersport 600 ausgetragen, aber separat gewertet wurde. Wobei der 76 Kilogramm schwere, auf 189 Zentimeter Größe verteilte Teenager regelmäßig auch eine ordentliche Anzahl IDM-Piloten hinter sich ließ, die auf Grund des technischen Reglements mehr Power unter dem Hintern haben durften.

Entschieden ist nichts, aber soviel steht fest: Marco Fetz hat sich zumindest mit mehreren Varianten schon ins Gespräch gebracht.