So sehen Sieger aus: Ilya Mikhalchik. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Bastien Mackels (Wilbers-BMW) hat den ersten Lauf in der IDM Superbike 1000 gewonnen. Zweiter wurde der Ukrainer Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW), der sich damit auch den IDM-Titel in Deutschlands höchster Klasse im Motorradstraßenrennsport schnappte. Dritter wurde Gastfahrer Florian Alt, der Yamaha auf dem Podium präsentierte. Die Plätze vier und fünf gingen an die Suzuki-Piloten Toni Finsterbusch und Dominic Schmitter.

Mackels hatte alles auf eine Karte gesetzt, um seine theoretischen Titelchancen so lange wie möglich zu wahren, aber Mikhalchik hätte schon ausfallen müssen, um das Ruder zu drehen. Zumindest gewann Mackels aber das Rennen, in dem er sich mit Mikhalchik einen Schlagabtausch geliefert hatte. Beide attackierten sich wie so oft und beide sprachen danach von fairen Kämpfen. Die Zuschauer lieben Beide. Als Mackels seine Handschuhe in der Sachs-Kurve in die Menge warf, war er der Held. Immerhin steht er als Vize fest. Der Belgier hofft für 2019 auf mehr Regen, der hatte ihm heuer sehr gefehlt. Mackels ist ein begnadeter Regenfahrer. Der 33-Jährige hat gestern Abend seinen Vertrag mit Wilbers verlängert und tritt auch 2019 für den gebürtigen Niederländer mit Firmen- und Wohnsitz in Niedersachsen an.

Mikhalchik verbleibt 2019 ebenfalls zu 99,9 Prozent in der IDM Superbike 1000. Teamchef Werner Daemen unterbreitet ihm in den nächsten Tagen ein Angebot für das kommende Jahr, inklusive von Einsätzen in der Superbike-WM. Mikhalchik gefällt die IDM ausgesprochen gut, „und die Top 5 sind unheimlich stark“, gab er heute ganz ungewohnt locker und strahlend zu Protokoll. 2019 bringt BMW eine neue S 1000 RR auf den Markt, mit der die bayrische Marke der Konkurrenz noch mehr davonfahren soll, wenn es nach Henning Putzke, dem Leiter von BMW Motorrad Deutschland, geht. BMW-Fans haben eine rosige Zukunft vor sich. Der neue Motorrad-Chef Dr. Markus Schramm ist sehr motorsportambitioniert.