Nichts wie weg: Kevin Wahr will sich nicht in den Titelkampf einmischen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

In der IDM Supersport 600 brennt die Luft. Kevin Wahr steht auf der Pole Position beim IDM-Finale in Hockenheim. Den zweiten Platz in der ersten Startreihe nimmt Sander Kroeze ein, den dritten Daniel Rubin. Letzterer gewann die beiden Rennen in Assen, als der Tabellenführende Max Enderlein im Training einen Schlüsselbeinbruch erlitt und verletzt nach Hause fahren musste. Rubin überholte in der Abwesenheit des Sachsen Marc Buchner in der Tabelle und zum punktelos gebliebenen Enderlein fehlen ihm an die Tabellenspitze jetzt nur noch zwölf Zähler. Enderlein startet morgen von der siebten Position und eröffnet damit die dritte Startreihe. Zugespitzter könnte die Lage nicht sein.

Kevin Wahr will sich aus allem raushalten. „Am liebsten wären mir zwei Siege“, sagt der Polesetter, „dann können die Jungs hinter mir den Titelkampf unter sich austragen und ich tue keinem weh.“ Wahr, der zum Saisonbeginn als Titelfavorit gesetzt war, ist längst raus aus dem Rennen. Der Meister von 2013 hat nun schon das zweite Jahr voller technischer Probleme hinter sich und will wenigstens zum Saisonabschluss noch einmal glänzen – um dann im nächsten Jahr neu durchzustarten. Aufhören ist keine Option, aber er möchte ein Motorrad, mit dem er gewinnen kann. „Ich brauche nicht das schnellste Motorrad, aber es muss laufen. Dann bin ich auch in der Lage zu siegen.“ Einen 600er Supersportler oder ein Superbike? „Da bin ich völlig offen.“

In der Superstock 600-Klasse steht Jan Schmidt vor Stefan Ströhlein und Marco Fetz.