Der Titel wird an einen BMW-Fahrer gehen, aber Lorenzo Lanzi hat gezeigt, dass auch Yamaha gewinnen kann. Er hat die IDM Superbike 1000 in Assen gerockt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: MGM Racing Team, Dino Eisele

Schnell, schneller, Lorenzo Lanzi. Am vergangenen Wochenende in Assen fuhr das MGM Racing Team zum zweiten Mal mit dem Italiener in der IDM Superbike 1000. Lanzi beeindruckte von Beginn an. Im Qualifying sicherte er sich auf der Yamaha YZF-R1M mit einer Zeit von 1:39,905 Minuten den zweiten Startplatz für die beiden Rennen am Sonntag. Die Pole verpasste er um 0,010 Sekunden. BMW-Fahrer Ilya Mikhalchik stand einmal mehr ganz vorne.

Im ersten Lauf war Lanzi auf der zweiten Position, doch dann streikte die Yamaha. Die Elektronik war in den Regenmodus gesprungen und Lanzi rollt an die Box. Enttäuschung pur. Doch feurig, wie Italiener sind, meldete sich Lanzi im zweiten Lauf zurück. Zunächst verteidigte er seinen zweiten Platz, bevor er den Führenden Ilya Mikhalchik in der letzten Runde angriff und überholte.

Es war der erste Sieg für das MGM Racing Team in diesem Jahr und der erste überhaupt von einem Team, das keine BMW fährt. Auch Lanzi stand zum ersten Mal ganz oben auf dem IDM-Podium. Als er 2015 eine Ducati 1199 Panigale R im 3C-Team fuhr, holte er zwar acht Podestplätze, ein Sieg war nicht dabei.

Wie geht es weiter? Lanzi: „Ich hoffe, dass ich in ihn Hockenheim noch einmal fahren kann.“ Teamchef Michael Galinski: „Wir arbeiten schon daran. Lorenzo ist von der ersten Minute an schnell gefahren und so wie er sich das Rennen eingeteilt hat, war wirklich genial. Hut ab!“ Lanzi startet 2018 ansonsten in der Italienischen National Trophy 1000-Meisterschaft.