Das wird spannend. Die Gäste geben in der 600er-Klasse das Tempo vor und Sander Kroeze muss eine Aufholjagd starten. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Es hätte der Tag des Sander Kroeze (Yamaha) werden sollen, doch ein kleiner Gummiring machte die Träume des Niederländers auf die Pole Position auf seiner Heimstrecke zunichte. Öl lief aus der Gabel der Yamaha, ihm blieben nach der Reparatur nur zwei Runden, um eine ordentliche Zeit in den Asphalt zu brennen. Kroeze hatte sichtlich schwer zu kämpfen mit dem erreichten 10. Platz in der Startaufstellung.

Ganz vorn werden die Gastfahrer Rob Hartog (Kawasaki), Glenn van Straaten (Suzuki) sowie der IDM-Zweite Marc Buchner (Yamaha) stehen. Der Deutsche hat seine Zweifel über Nacht abgelegt, sich nach dem verkorksten ersten Qualifying nochmals hinter Kevin Wahr (Yamaha) und Daniel Rubin (Yamaha) stellen zu müssen. Buchner hat neben dem in Assen verletzten Max Enderlein (Yamaha) momentan die größten Chancen, das Rennen um den Titel für sich zu entscheiden. Für ihn zählt jeder Punkt. Falls Hartog und van Straaten auch im Rennen vor ihm wären, täte das keinen Abbruch. Als Gastfahrer erhalten beide keine Punkte.

Ein Zünglein an der Waage zwischen den Verfolgern könnte Vasco van der Valk (Yamaha) werden. Der Niederländer spielt im Titelkampf keine Hauptrolle, nur wenn er sich diesmal weit vorn platziert, kann sich das durchaus entscheidend auf die nachfolgenden Plätze in der Meisterschaft auswirken.

In der Superstock 600-Klasse, die im gleichen Feld fährt, aber getrennt gewertet wird, war Jan Schmidt (Yamaha) der Schnellste. Nur 0,122 Sekunden Abstand hat Moritz Jenkner (Yamaha), dem sein prominenter Vater, Ex-WM-Fahrer Steve Jenkner, als Mechaniker zur Verfügung steht. Die drittschnellste Zeit wurde von Marco Fetz (Yamaha) notiert. Er führt das Gesamtklassement an.