Die Konkurrenz hat wieder Titelchancen. Weil sich Max Enderlein verletzt hat und außer Gefecht ist, schmilzt sein riesiges Punktepolster vor dem IDM-Finale zusammen und alles ist wieder offen. Text und Foto: Anke Wieczorek

Es war Schicksal. Theoretisch hätte Max Enderlein (Freudenberg Racing) an diesem Wochenende in Assen vorzeitig den Titel in der IDM Supersport 600 holen sollen und können. Mit 57 Punkten Vorsprung auf seinen größten Verfolger Marc Buchner (Buchner Motorsport) lag das Ziel im grünen Bereich für den Sachsen.

Doch es kam anders. Das Punktepolster ist schon geschmolzen, bevor das erste Rennen gefahren wird. Denn die Konkurrenz wird nun gnadenlos aufholen. Enderlein stürzte mit seiner Yamaha im ersten freien Training und verletzte sich am rechten Schlüsselbein. Nach ersten Aussagen war es ausgerenkt und gebrochen. Im Klinikum Assen wurde Enderlein ärztlich versorgt, der Arm fixiert. Eine Operation vor Ort war nicht möglich, da es sich um keinen medizinischen Notfall handelte. Enderlein trat mit seinem Team die Heimreise an und wird sich in Deutschland in ärztliche Behandlung geben. Ziel ist, beim Finale in Hockenheim in drei Wochen wieder am Start stehen zu können – in der Mission Titelgewinn.