Das ging fix. Ein Anruf genügte und Evrén Bischoff war sich mit Marco Nekvasil einig. Der Österreicher flog letzte Nacht in die Niederlande ein. Text und Foto: Anke Wieczorek

Die Fahrersuche für die IDM Superbike 1000-Runde in Assen wurde für Suzuki Alber-Bischoff zu Odyssee. Zuerst ging die Vereinbarung mit dem Briten Jordan Weaving den Bach herunter. Als Ersatz wurde der Italiener Alessandro Andreozzi verpflichtet. Mit dem Superbike-WM-Fahrer hoffte Teamchef Evrén Bischoff einen Glückstreffer für den Einsatz auf der GSX-R 1000 gefunden zu haben. Doch der 27-Jährige meldete sich gestern kurzfristig ab. Grund: Er hatte wohl zu voreilig alles zugesagt, einer seiner Sponsoren stimmte dem Vorhaben nicht zu. Andreozzi erklärte den Rückzug allerdings erst, als der Suzuki-Truck schon auf dem Weg nach Assen war.

Bischoff steckte von einer Minute zur anderen in der Bredouille. Genauso schnell gab es eine Lösung. Marco Nekvasil springt ein und damit ausgerechnet der Fahrer eines Konkurrenten. Der 21-jährige Österreicher ist sonst bei Denis Hertrampf, der in der IDM das HPC-Power Team mit Dominic Schmitter betreibt, in der Langstrecken-Weltmeisterschaft angemeldet. Nekvasil reiste gestern Abend mit dem Flugzeug von Wien nach Amsterdam, wo ihn Teamchef Evrén Bischoff tief in der Nacht abholte.