IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM Superbike 1000: Kevin Sieder holt über die Hälfte seiner Punkte in nur einer Veranstaltung

IDM Superbike 1000: Kevin Sieder holt über die Hälfte seiner Punkte in nur einer Veranstaltung

Langsam wird´s: IDM-Neuling Kevin Sieder hat die Kurve gekriegt und in der Königsklasse Anschluss gefunden. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Endlich hat es geklappt. Kevin Sieder hat auf dem Lausitzring fünf Punkte geholt. Das sind mehr als in den vorherigen acht Rennen in dieser Saison. Insgesamt hat der Österreicher bisher neun Zähler eingefahren. Zwei Wochen war der Yamaha YZF-R1M-Pilot vom Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronic in der Lausitz testen gewesen.

Platz 16 in der Startaufstellung nach dem Qualifying zur IDM Superbike 1000 passte allerdings nicht in Sieders Konzept. „Das hat mich sehr geärgert, weil ich mir nach den Freitagstrainings deutlich mehr erwartet hätte“, gestand er. „ Eine Änderung, die wir am Sonntagmorgen im Warm-Up probiert hatten, stimmte mich für die Rennen aber sehr zuversichtlich. Im ersten Rennen hatte ich den Start super erwischt, konnte aber nicht das Tempo der ersten Verfolgergruppe hinter der Spitze mithalten. Trotzdem hatte ich bis zum Schluss mit zwei anderen Fahrern noch ein paar schöne Fights. Es war ziemlich eng in unserer Gruppe und ich mit dem 13. Platz wirklich zufrieden.“ Das Ziel für den zweiten auf war damit klar. Aber Sieder vermasselte den Start, der Reifen ließ nach und er kämpfte mit massiven Grip-Problemen. Zwei IDM-Punkte waren trotzdem noch drin.

Auch für Teamchef Sepp Buchner, der vor zwei Jahren in einem Mini-Team Marvin Fritz zum Superbike-Champion geschraubt hatte, war Sieders Leistung ein Befreiungsschlag. Mit dem IDM-Neuling muss der Bayer kleinere Brötchen backen, sieht aber: „Kevin ist zweimal in die Punkteränge gefahren, schaffte es aber auch, den Rückstand auf die Spitze weiter zu verringern. Von dem her war das ein top Wochenende.“