Die Laune hat sich deutlich gebessert, auch wenn Toni Finsterbusch im internen Suzuki-Duell momentan hinten liegt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Felix Wiessmann

Nach dem mühsamen Wochenende auf der Naturrennstrecke von Schleiz und vier Wochen Pause ging die Laune von Toni Finsterbusch auf dem Lausitzring am vergangenen Wochenende deutlich nach oben. Auch wenn dort der extrem wellige Asphalt die Abstimmungsarbeiten an der Mayer-Suzuki deutlich erschwerte. Doch vor dieser Herausforderung stand Finsterbusch nicht alleine, sondern alle anderen auch. „Der Lausitzring ist mir durch meine Zeit in der Superstock-Europameisterschaft von den bisherigen IDM-Strecken wenigstens am vertrautesten“, meinte er. „Klar wäre er ohne die vielen Wellen besser. Elektronik und Fahrwerk auf einen Nenner zu bringen ist die Kunst.“

Im ersten Training hielt sich der Sachse noch zurück. Die abgekühlte Wetterlage hatte gleichzeitig für nasse Passagen auf der Strecke gesorgt. Erst im zweiten ging es richtig zur Sache. Mit der sechstbesten Zeit kam Finsterbusch in die zweite Startreihe. „Ja, ganz gut“, blieb er sehr nüchtern, „die Rennen dürften um einiges schwieriger werden als die Qualis.“

Finsterbusch hatte Recht. Nach dem Start ins erste Rennen behauptete er seinen sechsten Platz. Doch auf den waren noch fünf weitere Konkurrenten scharf, die sich in einer geschlossenen Gruppe zusammengetan hatten. In der letzten Runde passierte es. Ausgerechnet Dominic Schmitter kam vorbei. Der GSX-R 1000-Fahrer vom HPC Power-Team ist Finsterbuschs größter Rivale im internen Suzuki-Duell, wer auf der Marke der beste Fahrer ist. Finsterbusch versuchte zu kontern, aber eine halbe Motorradlänge fehlte zum Schluss.

Zum zweiten Rennen gab es noch ein Nachjustieren bei Fahrwerk und Elektronik. „Ich war schneller als im ersten Lauf. Das Motorrad war stabiler und im Ganzen leichter zu fahren. Gegen Ende hatte ich ein paar Sekunden Vorsprung vor den Verfolgern.“
In der IDM Superbike 1000-Gesamtwertung ist Finsterbusch mit 75 Punkten Siebter. Schmitter hat 90 Punkte und ist Fünfter. Zwei Veranstaltungen mit je zwei Läufen stehen noch auf dem Plan.