Max Enderlein ist entspannt. Der Meisterschaftsführende hat 34 Punkte Vorsprung, startet morgen von der Pole Position und sein größter Titelrivale Kevin Wahr steht ganz hinten. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Max Enderlein (Freudenberg Racing) wird auf dem Lausitzring von der Pole Position starten. Der 21-jährige Student der Wirtschaftswissenschaften und Meisterschafts-Führende aus der Rennstadt Hohenstein-Ernstthal fuhr im zweiten Qualifying als Einziger eine 1:42er-Runde. Marc Buchner folgte mit 0,146 sec Rückstand und Christian Stange mit 0,398 Sekunden. Es ging ziemlich turbulent zu, nachdem es im morgendlichen ersten Qualifying auf der noch nassen Strecke mehrfach gekracht hatte.

Buchner war zu Boden gegangen, ebenso Kevin Wahr. Die mvr-Yamaha des Nagolders hatte es richtig erwischt und war bis zum zweiten Qualifying nicht fertig.
Über die Hälfte der Trainingszeit war schon abgelaufen, als Wahr auf die Strecke rollte. Drei Runden schaffte er, dann war vorzeitig Schluss. Das Motorrad lief nicht. „Vermutlich ist der Schaltautomat nicht in Ordnung“, meinte der momentane Meisterschafts-Zweite. Bitter für den Mann, der in Schleiz gewonnen hatte: Mehr als eine beste Rundenzeit von 1:51,059 min war nicht drin. Titelkandidat Wahr wird morgen als Letzter in der Startaufstellung das Feld von hinten aufrollen müssen.

Im trockenen zweiten Qualifying katapultierte sich Christoph Beinlich vom 16. Platz auf den sechsten Startplatz nach vorn. Gabriel Noderer (Kawasaki) und die Rubin-Brüder Daniel und Dominik waren morgens gar nicht gefahren. Sie qualifizierten sich nachmittags für die dritte beziehungsweise vierte Startreihe.
In der Superstock 600-Klasse waren Jan Schmidt, Stefan Ströhlein und Moritz Jenkner am schnellsten.