Dream-Team: Jan-Ole Jähnig ist zarte 17 Jahre und kann bei Michael und Carsten Freudenberg in der Supersport 300-WM und der IDM fahren. Text und Foto: Anke Wieczorek

In der IDM Supersport 300 tummeln sich die jungen Wilden. Auf dem Lausitzring haben sie alle das gleiche Ziel: Jan-Ole Jähnig schlagen, den 17-jährigen Thüringer, der auch in der Supersport 300-Weltmeisterschaft fährt. Victor Steeman aus den Niederlanden und Toni Erhard führen die Wertung an. Den beiden KTM-Fahrern folgt mit Dion Otten der erste und einzige Honda-Fahrer im Feld. Jähnig ist Vierter und nicht bei allen Rennen dabei. Der Meister von 2017 rollt auf seiner KTM nur an den Start, wenn es keine Überschneidungen mit WM-Terminen gibt.

Eigentlich logisch, dass Jähnig dann in der IDM Supersport 300 das Maß der Dinge ist. Statt der Jäger ist der WM-Elfte hier der Gejagte. Doch diesmal tritt der Pilot vom Freudenberg WorldSSP Team unter erschwerten Bedingungen an. Er weiß wie die Konkurrenz tickt, will gewinnen, „aber mein WM-Motorrad ist schon in Portimao für die nächste Veranstaltung. Ich fahre auf dem Lausitzring mit einem Standard-Motorrad. Es handelt sich um eine Leihgabe von KTM.“ Jähnig sagt weiter: „Meine WM-Maschine kann ich individueller abstimmen.“ Teamchef Carsten Freudenberg hat zwar andere Gabelfedern im Gepäck, aber die Zeit für einen Umbau ist extrem knapp. Im freien Training lag Jähnig am heutigen Freitag als Zweitschnellster mit 0,143 Sekunden Rückstand hinter Victor Steeman.

Jähnig wird zu Beginn der kommenden Woche ins portugiesische Portimao fliegen, wo es mit den WM-Tests weitergeht. Er und sein Teamkollege Maximilian Kappler, der nicht auf dem Lausitzring ist, stehen auch schon für die WM-Saison 2019 im Freudenberg WorldSSP Team unter Vertrag.