Sepp Buchner hat schon bessere Tage erlebt, doch genau das spornt den Bayern an. Er will Kevin Sieder zum Erfolg führen. Text: Anke Wieczorek, Foto: Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronics

IDM-Neuling Kevin Sieder aus Sepp Buchners Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronics fuhr auf dem Schleizer Dreieck zu seinem besten Saisonergebnis. Das hieß Platz 14 und ergab zwei Meisterschaftspunkte. Für Sepp Buchner, der vor zwei Jahren mit Marvin Fritz den Meister in der IDM-Topklasse stellte, ist das Neuland und zugleich Herausforderung.

Nach einem Sturz am Freitagvormittag hatte sich ein Fehler in der Elektronik an der Yamaha YZF-R1M eingeschlichen, der trotz gründlicher Suche und Erfahrung Buchners nicht lokalisiert werden konnte. „Noch am Freitagabend musste wegen der Ein-Motorrad-Regel die Entscheidung getroffen werden, mit welchen Bike wir die Qualifyings und die Rennen bestreiten werden“, erzählt Buchner. Kevin Sieder musste somit für das restliche Wochenende mit dem Ersatzmotorrad vorliebnehmen. In einer Nachtschicht wurde das eigentliche Test-Bike mit Teilen der 2018er Rennmaschine umgerüstet und einsatzfähig gemacht.

„In der Startaufstellung war ich 17., was eigentlich zufriedenstellend war, aber den Zielsetzungen nicht entsprach“ meint Sieder und fährt fort: „Wir wissen, dass wir mittlerweile zu mehr in der Lage sind. Bis zum Warm-Up haben wir weitere Änderungen gemacht, die sich auf Anhieb sehr positiv auswirkten. Mit gebrauchten Reifen war ich schneller als am Vortag. Leider habe ich im ersten Rennen den Start richtig verpatzt. Ich musste mich also von weit hinten aufholen. Das gelang auch gut, doch ein Schaltfehler kostete eine mögliche Platzierung in den Top-15. Im zweiten Rennen war unser Speed konkurrenzfähig, sowie ich auch sehr konstante Zeiten fahren konnte. Zwei Punkte entsprechen zwar nicht der erhofften Ausbeute, aber dieses Wochenende hat gezeigt, dass wir in der Lage sind, ungeahnte Schwierigkeiten schnell zu meistern.“

Buchner fügt hinzu: „Der Abstand nach vorne wird immer geringer. Nach einem schwierigen Wochenende wie diesem, gibt dieser Aspekt Auftrieb für die weiteren Rennen.“