Max Enderlein profitierte auch von den Fehlern der Konkurrenz. Marc Buchner stürzte und Kevin Wahr hatte einen Frühstart. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Von seinem Traumstart konnte Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team) im ersten IDM Supersport 600-Lauf nicht lange profitieren. Nach der ersten Runde führte Marc Buchner (Buchner Motorsport) das Feld vor Daniel Rubin (Rubin Racing Team) an, Enderlein war auf Platz drei zurückgefallen.

Nach vier Runden fehlte Buchner, er war in Höhe der Stadtkurve gestürzt. Buchner musste ins Medical Center gebracht werden, erlitt aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Das Rennen wurde mit der roten Flagge abgebrochen und nach einer Pause ein zweites Mal gestartet, diesmal mit den Fahrern in der Reihenfolge, wie sie nach der ersten Session ins Ziel gekommen waren.

Aber das Drama ging weiter. Ausgerechnet Kevin Wahr (mvr-Racing), der sich nach dem Teamwechsel mehr Hoffnungen auf den Titelgewinn verspricht, hatte einen Frühstart. Als sich die Nachricht verbreitete, führte der Nagolder das Rennen gerade an. Er musste aber eine Stop-and-go-Strafe in der Boxengasse absolvieren. Sie wurde ihm deutlich angezeigt, aber er missachtete den Befehl, deswegen wurde ihm in der auf acht Runden gekürzten Session eine Zeitstrafe auferlegt. Wahr fiel in der Wertung in den hinteren Teil des Feldes zurück und bekam keine Punkte, während Enderlein siegte und seine Führung in der Meisterschaft ausbaute. „Als Buchner und Wahr draußen waren, hatte ich zwar nicht mehr die unmittelbaren Konkurrenten um mich herum, aber ich musste mich doch sehr konzentrieren. Unsere Reifenwahl war nicht glücklich, aber was soll´s. Ich bin Erster.“

Der zweite Platz ging an Daniel Rubin. Dritter wurde Christoph Beinlich, der auf dem Schleizer Dreieck im vergangenen Jahr noch als Yamaha-Cup-Zweiter auf dem Podium stand.