Der Weg zum Titel führt über Ilya Mikhalchik. Er ist noch nie zuvor auf dem Schleizer Dreieck Rennen gefahren, holte aber jetzt gleich einen Sieg. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Dino Eisele

Einen besseren Zeitpunkt hätte sich Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) nicht aussuchen können: Pole Position in seiner Heimatstadt Schleiz. Nur mit dem Sieg hat es in der IDM-Topklasse nicht geklappt. Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) gewann den ersten Lauf auf der Naturrennstrecke vor Bastien Mackels (Wilbers-BMW). Julian Puffe wurde Dritter und war wenig erfreut.

Puffe vergeigte den Start und kam nur als Fünfter aus der ersten Runde zurück. Mikhalchik und Mackels hatten sich da schon einen Vorsprung an der Spitze verschafft. Puffe konnte zwar den Niederländer Pepijn Bijsterbosch (BMW) sowie den Österreicher Stefan Kerschbaumer (MPB Racing, Yamaha) bezwingen und auch die Lücke zu Mackels schließen, aber mehr ging nicht, obwohl er eine Bestzeit nach der anderen ablieferte. Vielleicht ist ihm das Glück im zweiten Lauf hold. Die ganze Familie und die Fans sind vor Ort. Bruder Daniel, ein ehemaliger IDM-Fahrer, ist extra aus Österreich angereist. Autogramme schreiben muss er auch noch nebenbei.

Bastien Mackels biss sich die Zähne an Ilya Mikhalchik aus. Nachdem zum Beginn des Wochenendes alles noch in Richtung des Belgiers lieg, hat der Ukrainer nun wieder die Oberhand gewonnen. Obwohl das Schleizer Dreieck für Mikhalchik absolutes Neuland ist. Er musste sich erst damit anfreunden. Als sein Data-Recording-Spezialist gestern Abend noch einige Anhaltspunkte für noch bessere Zeiten fang, war die Sache geritzt. Der unerschrockene Mikhalchik war auf Sieg gepolt, alles andere wäre nicht normal gewesen.

Auch etwas weiter hinten ging es kräftig zur Sache. Daniel Kartheininger (MPB Racing) wurde souveräner Sechster, aber um Platz sieben wurde bis zum Zielstrich gefightet, wobei Toni Finsterbusch (Team Mayer) zum Schluss doch noch bester Suzuki-Pilot wurde und Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion) sowie Dominic Schmitter (HPC-Power Suzuki) niederrang.

So ziemlich Alles lief bei Lucy Glöckner (Kawasaki Schnock Team Motorex) schief. Auf Position fünf so gut wie nie gestartet, fiel sie gleich am Anfang auf den 15. Platz zurück. In der fünften Runde war nach einem Sturz Ende für die schnelle Sächsin.