Gruppenbild mit Damen nach dem ersten Lauf in der IDM Supersport 300: Max Kappler (links), Jan-Ole Jähnig (Mitte), Toni Erhard (rechts). Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Jan-Ole Jähnig gelang ein Raketenstart. Nach vier Runden zeigte der KTM RC390R -Pilot vom Freudenberg WorldSSP Team der Konkurrenz mit einem Vorsprung von fünf Sekunden den Rücken. Und er knallte immer noch eine schnelle Bestzeit nach der anderen auf den Asphalt. Er war als Einziger in der Lage, 1:39er-Zeiten zu fahren. „Leicht gefallen ist mir der Sieg nicht gefallen. Natürlich geht es in der WM härter zu, aber auch in der IDM gibt es starke Fahrer. Hut ab!“

Teamkollege Maximilian Kappler wurde Zweiter. Der Sachse hatte genug damit zu tun, den KTM-Kollegen Toni Erhard vom Kiefer Racing Team im Zaum zu halten. Kappler feilt an der Rückkehr seines Selbstvertrauens, was ihm in der Supersport 300-WM zwischenzeitlich verloren ging. Die ersten Schritte sind getan. „Wichtig ist, dass es jetzt konstant so weitergeht“, sind sich Kappler und Teamchef Michael Freudenberg einig.

Toni Erhard scheint mittlerweile ein Abonnement auf den dritten Platz zu haben. „Bloß nicht“, wehrt er darauf angesprochen ab. „Aber wenn Jan-Ole und Max mitfahren, wird es ganz schön schwierig, nach vorn zu kommen. Ihre WM-Erfahrung macht sich bemerkbar.“

Das Rennen wurde in der zehnten Runde vorzeitig wegen des Sturzes von Max Schmidt abgebrochen. Es war sein zweiter Umfaller im Rennen. Nach dem ersten Abflug war er ins Feld zurückgekehrt und hatte sich bis auf den zehnten Platz nach vorn gekämpft. Für diese Position bekam er letztlich IDM-Punkte, denn laut Reglement wird die letzte Runde vor dem Abbruch als Rennergebnis gewertet.

Victor Steeman, der Führende in der Meisterschaft, fiel schon zu Beginn des Rennens zurück und bog nach fünf Runden zum Mechanikerteam in die Box ein.