Rolf Steinhausen mit Uwe Neubert und Josef Sattler. Der 75-Jährige ging als erster Seitenwagen-Weltmeister auf einem zweitaktgetriebenen Gespann, einer 4-Zylinder-König, in die Geschichte ein. Text und Foto: Anke Wieczorek

Am 26. Juli 2018 ist Seitenwagen-Legende Rolf Steinhausen 75 Jahre geworden. Ein denkwürdiger Tag, nachdem Jubilar am vergangenen Wochenende in Zschorlau offiziell sein letztes Rennen gefahren ist. Natürlich mit der König, seinem WM-Motorrad. Der Weltmeister von 1975 und 1976 kann zufrieden auf seine Karriere zurückblicken. „Ich habe auch drei Mal auf der Isle of Man gewonnen und stehe immer noch aufrecht hier“, ist Steinhausen dankbar. Er hat zwei Söhne, eine Enkeltochter und einen Enkelsohn.

Statt zu Hause zu feiern, verbrachte der Jubilar seinen Ehrentag an der Rennstrecke im Team Sattler Motorsport. „Ich wollte Sepp nach der Geschichte in Zolder nicht alleine dastehen lassen.“ Sattler war in Zolder wegen Beanstandungen am Motor der Adolf RS F1 BMW disqualifiziert worden, der daraufhin in die Berufung vor dem DMSB-Sportgericht gegangen ist. Was bei der Anschuldigung in punkto nicht regelkonformer Nockenwellen rauskommt, wird vom Urteil eines Gutachters abhängig sein. Steinhausen, der als Berater von Sattler Motorsport auch die technischen Strippen zieht, geht ganz offen mit dem Thema um, da er nichts zu verbergen habe. „Es handelt sich um einen originalen Berliner Motor von 2013 mit limitierten Nockenwellen, der auch schon drei Mal in der Französischen Meisterschaft eingesetzt wurde. In diesem Motor laufen originale Superstock-Nockenwellen.“