Raus aus den BMW-Klamotten, rein ins Yamaha-Abenteuer in der IDM Supersport 600: Dominik Vincon hat sofort eingewilligt. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Es ist der Knaller schlechthin. Kurz vor dem Saisonbeginn verschwand Dominik Vincon von der Bildfläche, obwohl er im privaten Team BMW Stilgenbauer by WDV Motorsport eine starke Saison gezeigt und den 7. Platz in der IDM Superbike-Gesamtwertung geholt hatte. Trotzdem ging es für den 26-jährigen Studenten nicht weiter, dessen Traum es ist, einen Superbike-WM-Lauf zu bestreiten. Stattdessen hält Vincon seine Karriere mit Rennen in der Endurance-WM am Laufen.

Doch jetzt das: In Schleiz gibt „Wumnik“ sein IDM-Comeback. Auf der Yamaha von Diego Romero in der Klasse Supersport 600. Man kennt sich schon länger, bei einem kurzen Gespräch wurden sofort Nägel mit Köpfen gemacht, nachdem Diego Romero und Titelkandidat Kevin Wahr ihre Zusammenarbeit nach der IDM-Runde in Zolder beendeten.

Letztes Wochenende war die neue Kombination in Oschersleben testen. „Dominik hat sich gut gemacht“, findet Romero, „er war auf der R6 eine Sekunde langsamer als Max Enderlein im Rennen zum Saisonauftakt. Aber das ging vielen Fahrern so. Wir haben den Superbiker Ville Valtonen getroffen. Er erzählte uns ebenfalls, dass er eine Sekunde langsamer als sonst sei.“

Für Vincon bedeutet der Umstieg von einem Superbike auf eine Supersport-Maschine ein Verlust zwischen 80 und 90 PS. Dazu ist er noch gute 20 Kilogramm schwerer als Zolder-Doppelsieger Enderlein. „Deshalb machen wir uns keinen Stress“, bleibt Romero gelassen. „Wir machen das jetzt zusammen und sehen, was dabei rauskommt.“ Grund zum Feiern gibt es sowieso. Romero hat während des Rennwochenendes auf dem Schleizer Dreieck Geburtstag.