Es war ein Versuch, doch nun gehen Kevin Wahr und Diego Romero wieder getrennte Wege und bleiben Freunde. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Ein siebter und ein achter Platz, der Fall von der Tabellenspitze auf den dritten Rang – nach dem Zolder-Desaster gehen Yamaha-Fahrer Kevin Wahr und Tuner Diego Romero getrennte Wege. In Belgien ging Wahr mit einer geborgten Ersatzmaschine, die dem Stocksport-Reglement entsprach, an den Start. An seiner eigentlichen Supersport-R6 mit Kit-Elektronik gab es technische Probleme, die vor Ort nicht zu lösen waren.

Man habe sich einvernehmlich getrennt, das betonen Wahr und auch Romero. Ohne große Worte. Man sieht und spricht sich auch weiterhin. Wahr wird versuchen in einem anderen Team unterzukommen. „Auf eigene Kappe weiterzumachen, das funktioniert nicht. Der Aufwand, das alles wieder ans Laufen zu bekommen, wäre zu groß.“ Der Titel bleibt im Visier: „Deshalb habe ich in Zolder auch aus dem Stocksport-Motorrad herausgeholt, was geht.“

Diego Romero wollte sich schon vor einem Jahr aus dem Rennsport-Geschäft zurückziehen, doch als Wahr, der die Saison 2017 mit einem Doppelsieg auf dem Nürburgring begann beziehungsweise in Hockenheim beendete, den Titel wegen technischer Probleme an Thomas Gradinger verlor, kratzte das an seiner Ehre und er hängte ein weiteres Jahr dran. Doch jetzt, nach mittlerweile zweieinhalb gemeinsamen Jahren mit Kevin Wahr, ist nun endgültig Schluss. Romero liegen für die Zukunft verschiedene Optionen auf dem Tisch, auch Jobangebote aus der IDM. Er lächelt verschmitzt wie immer: „Alles ist möglich.“