Jung, schnell und ein bisschen verrückt: Der Niederländer Bobby Bos hat alle Voraussetzungen für den Erfolg. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Fw-Fotografie & Design, Dino Eisele

Nicht weniger als 14 Jahre hatte MGM Racing bei jeder Veranstaltung einen Spitzenfahrer in der höchsten Klasse am Start. In Zolder war das nicht mehr der Fall. Teamchef Michael Galinski fuhr mit der seiner Yamaha-Truppe samt Mini-Equipment vor. Er sagt: „Yamaha liegt der nationale Sport nicht mehr am Herzen, die Unterstützung ist komplett eingestellt.“ Der Niederländer Danny de Boer hatte das Team nach dem Saisonauftakt verlassen. Die nächsten zwei Rennen bestritt Lorenzo Lanzi, der dem Team umgehend einen Podiumsplatz bescherte. Der Italiener konnte auf Grund von Terminüberschneidungen aber nicht in Zolder fahren.

Somit hatte Bobby Bos, der seit 2018 von MGM Racing unterstützt wird, die schwere Aufgabe, die MGM-Flagge in der Superbike-Klasse allein hochzuhalten. Der Niederländer ließ sich nicht lumpen und machte schon von Beginn an klar, dass er zu den Top Ten in der IDM Superbike 1000 gehört. Im ersten Lauf auf dem 12. Platz gelandet, wurde der 20-Jährige im zweiten Rennen Siebter. Noch in der letzten Runde machte er einen Platz gut. Es war das bisher beste Saisonresultat von Bobby Bos. In zwei Wochen auf dem Schleizer Dreieck will er es toppen. Sitzt in Schleiz auch wieder ein Podiumskandidat bei MGM auf einem Superbike? Es gibt keine Infos. Der zweite MGM-Teamyoungster Sander Kroeze schaffte es in Zolder schon aufs Podest. Der erst 16-jährige Niederländer wurde Dritter in der IDM Supersport 600.