Das war eine enge Sache. Herausforderer Marc Buchner setzte Spitzenreiter Max Enderlein gehörig unter Druck. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Max Enderlein vom sächsischen Freudenberg Team hat auch das zweite Rennen in Zolder gewonnen. Um den Meisterschaftsführenden Marc Buchner von der Spitze zu verdrängen, ist es aber noch ein weiter Weg.

Enderlein gab die meiste Zeit das Tempo vor, bekam aber drei Runden vor Schluss ein ernsthaftes Problem. „Das Motorrad wollte nicht mehr einlenken, statt in die Kurve ging es weiter geradeaus“, schildert Enderlein die verzwickte Situation. „In dem Moment ist Marc an mir vorbeigezogen. Ich konnte nichts machen und wollte schon die Box einbiegen. Dann habe ich es doch noch einmal probiert und sogar gewonnen.“ Buchner verlor seinen knappen Vorsprung, weil er sich verschaltete und im dritten Gang auf die Gerade stürmte. Sofort kam die Revanche von Enderlein. Dritter wurde der Niederländer Sander Kroeze. Es war ein komplettes Yamaha-Podium.

Kevin Wahr, der als Gesamt-Erster nach Zolder gekommen war, ging als Gesamt-Dritter nach Hause. Dem siebten Platz im ersten Rennen folgte ein achter im zweiten. Mehr war mit dem geborgten Ersatzmotorrad mit der Standardelektronik nicht drin. Viel dazu zu sagen gab es nicht: „Ich habe meinen Platz gesichert und die nötigsten Punkte mitgenommen. Für mich ist das Wochenende ein herber Schlag in punkto Meisterschaft.“ Ihm fehlen 27 Punkte bis zur Spitze.