BMW gewinnt, garniert von zwei Yamahas. Das bringt sofort Abwechslung in die IDM Superbike 1000-Wertung. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Mit so einem Ausgang hatte keiner gerechnet: Bastien Mackels (Wilbers-BMW) gewann das zweite IDM Superbike-Rennen von Zolder vor Stefan Kerschbaumer (MPB Racing, Yamaha) und dessen Teamkollegen Daniel Kartheininger. Mackels brauchte vor lauter Glück eine gefühlte Ewigkeit, ehe er die Champagnerflasche auf dem Podium geöffnet hatte. Dank der Konstellation ist die Meisterschaft, nun wieder völlig offen.
Kerschbaumer, der ohne viel Gegenwehr auf den zweiten Platz fuhr, schob trotzdem keine ruhige Kugel, denn er war sich nie sicher, ob und wer hinter ihm ist. Und Kartheininger stand das erste Mal seit 2013 wieder auf dem IDM-Podest.

Der Meisterschafts-Spitzenreiter Ilya Mikhalchik (alpha racing-Van Zon-BMW), der das erste Rennen gewonnen hatte, wurde gleich in der ersten Kurve von Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion) am Heck der S 1000 RR touchiert und in den Kies geschickt. Halbich fuhr geradeaus weiter, was zur Folge hatte, dass auch Julian Puffe (alpha racing-Van Zon-BMW) ins Abseits musste. Während Mikhalchik als Siebter aus der ersten Runde zurück kam, fiel Puffe bis ans Ende des Feldes zurück.

Mackels begab sich währenddessen auf die Flucht nach vorne. Nach vier Runden hatte sich der Lokalheld schon 2,5 Sekunden von der Konkurrenz entfernt. Mikhalchik hatte in der gleichen Zeit zwei Plätze gut gemacht und jetzt noch die Dreiergruppe mit Pepijn Bijsterbosch (BMW), Daniel Kartheininger und Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) vor sich. Aber er war nicht nah genug, um schon vom Windschatten profitieren zu können. In der zehnten Runde war Mikhalchik auf Position vier vorgerückt, als er einen Fahrfehler machte: Es ging zurück auf den sechsten Platz.

Derweil waren Bijsterbosch, Finsterbusch und Kartheininger in einen Kampf verwickelt, der sich immer mehr zuspitzte. Das ging nicht gut. Finsterbusch und Bijsterbosch stürzten am Ende der Start-Zielgeraden. Mikhalchik erbte so noch zwei Plätze und Julian Puffe, der eine Wahnsinns-Aufholjagd gestartet hatte, kam mit nur 0,007 Sekunden Rückstand auf Mikhalchik sogar noch als Fünfter ins Ziel.

Jan Halbich kam nicht über die Distanz und auch nicht Lucy Glöckner. Die Kawasaki-Lady war in der dritten Runde auf die Streckenbegrenzung gekommen und gestürzt.