Wer kann Ilya Mikhalchik (#50) schlagen? In Zolder musste selbst Lokalheld Bastien Mackels in Lauf 1 passen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Der Sieger des ersten Zolder-Laufes heißt Ilya Mikhalchik (alpha racing-Van Zon-BMW). Dabei hatte sich Bastien Mackels (Wilbers-BMW) so sehr abgemüht, auf seiner Heimstrecke zu gewinnen, um Punkte auf den IDM-Spitzenreiter gut zu machen. Vergeblich. Mikhalchik baute seine Führung sogar aus.

Mackels erwischte den besten Start, fuhr zwischenzeitlich schneller als im gestrigen Qualifying und behielt die Führung bis zur letzten Runde. Mikhalchik hatte zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, das Ergebnis zu drehen. Obwohl er gestern im Qualifying zwei Mal gestürzt war, ging er nicht weniger forsch wie sonst ans Werk und verkürzte die zuerst entstandene Lücke zu Mackels schon in der dritten Runde deutlich. In der 17. und letzten Runde passierte es. Mikhalchik griff an. Gleichzeitig mit Mackels bog der Ukrainer Seite an Seite in die letzte Schikane ein. Es waren nur noch ein paar Meter bis zur Ziellinie. Mikhalchik erreichte sie 0,025 Sekunden vor Mackels. Das war knapp.

Der geschlagene Mackels meinte professionell: „Es war nicht einfach, alleine an der Spitze zu fahren und immer die Konzentration zu behalten. Wir sind wirklich nebeneinander auf das Ziel zugefahren. Aber das war nicht genug, um zu gewinnen.“

Sieger Mikhalchik bedankte sich öffentlich zuerst bei seinem Team. „Die Mechaniker mussten die BMW nach meinen zwei Trainingsstürzen komplett neu aufbauen. Im Training hatten wir noch ein paar Probleme, aber als im Rennen alles funktionierte, habe ich mich gefragt, ob ich dann nicht auch angreifen sollte.“

Teamkollege Julian Puffe sorgte für einen BMW-Dreifach-Triumph auf dem Siegerpodium. Als Vierter brachte Stefan Kerschbaumer (MPB Racing) die erste Yamaha ins Ziel. Die Marken reihten sich auf wie am Schnürchen. Fünfter wurde Suzuki-Mann Dominic Schmitter (HPC Power), der sich Stück um Stück nach vorn gekämpft hatte. Mit Jan Halbich folgte auf dem sechsten Platz der erste Honda-Fahrer.
Daniel Kartheininger (MPB Racing) und Toni Finsterbusch (Team Suzuki Mayer) rangelten heftig um die siebte Position. Yamaha-Pilot Kartheininger, der einen grottenschlechten Start hatte, war im Vorteil.