Jetzt läuft´s rund. Sattler/Neubert blieben im Sidecar-Qualifying als einziges Duo unter der 1:40-Minuten-Marke. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Jetzt kann Josef „Sepp“ Sattler richtig grinsen. Mit dem Wechsel auf die Adolf RS1 F1 BMW hat er alles richtig gemacht. Pole Position in Zolder. Der Bayer und sein Beifahrer Uwe Neubert sind nach mehreren Rückschlägen wieder auf der Ideallinie unterwegs. Fast. Im zweiten Qualifying stieg die Wassertemperatur am Motorrad ständig. Ursache war eine kaputte Kopfdichtung. Aus reiner Vorsicht wechselte das Team im Anschluss den Motor. Wer sich fragt, was Adolf RS 1 bedeutet, hier kommt die Auflösung: Adolf steht für die Firma Adolf Präzisionsteile. RS ist das Kürzel von Rolf Steinhausen. Und die Nummer 1 gibt an, dass es sich um einen 1000er-Motor im Gespann handelt. Steinhausen, der zweifache Seitenwagenweltmeister, hat alles Strippen zusammengeführt und auch den Deal mit Sattler eingefädelt. Und dieser betont mehrmals: „Die Zusammenarbeit mit Steinhausen ist top.“

Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen hatten im ersten Qualifying gefehlt, denn er musste den Motor tauschen, der im freien Training den Geist aufgab. Im zweiten verstieß das niederländische Duo dann André Kretzer/Björn Bosch vom zweiten Startplatz. Kretzer muss nun aus der zweiten Reihe starten und auch bei ihm lief es nicht glatt. Im ersten Qualifying kämpfte er mit Reifen- und Fahrwerksproblemen am LCR F1-Suzuki-Gespann. Dann fehlte auch noch der Bremsdruck. Kretzer/Bosch brachen die Session vorzeitig ab. Wir sich nachher zeigte, war die Bremsscheibe gerissen. Über Nacht wurde alles gerichtet. Das zweite Qualifying diente nun vor allem zum Anfahren der neuen Komponenten. Am Ende fanden Kretzer/Bosch keine freie Runde mehr für eine Spitzenzeit.