Janusch Prokop muss bei der nächsten IDM-Runde in Zolder Punkte liefern. Die Suzuki GSX-R 1000 läuft tadellos. Text: Anke Wieczorek, Foto: Fitti Weisse

Teamchef Evrén Bischoff hat nach der vergangenen Saison große Hoffnungen in Nachwuchsfahrer Janusch Prokop gesetzt. Doch bis jetzt konnte der 20-Jährige keine Meisterschaftspunkte liefern. Stattdessen brachte er die Suzuki nach drei Rennen jedes Mal ramponiert ins Ziel.

Das sollte anders laufen. Als Janusch Prokop 2017 noch während der Saison aus der IDM Supersport 600-Klasse zu den Superbikes ins Team Suzuki Alber-Bischoff wechselte und dort auch bleiben konnte, war das ein Glücksumstand. Und Teamchef Evrén Bischoff hatte endlich einen jungen Fahrer, den er für die Zukunft fit machen kann. Das ist noch immer der Plan, doch im Moment läuft alles gegen den Strich.

Beim IDM-Auftakt Ende April in Oschersleben lieferte Prokop zwar ansprechende Zeiten ab, aber zu den ersten Punkten reichte es noch nicht.

„Im ersten Rennen wurde ich ja von einem Konkurrenten abgeräumt. Und im zweiten bin ich leider an siebter Stelle liegend über das Vorderrad gerutscht und erneut gestürzt.“

Auch fünf Wochen später auf der gleichen Strecke, dann aber im Rahmen der FIM-Endurance-Weltmeisterschaft, lief es nicht besser. Die Suzuki GSX R 1000 war wie neu und auch die neue Kit-Elektronik von Suzuki-Zulieferer Yoshimura war einsatzbereit. Ergebnis: Platz 13 im Qualifying – geschafft unter glühender Sonne bei Temperaturen von über 30 Grad. „Mit der Hitze komme ich klar“, versicherte Prokop, „nur mit meinem Motorrad bin ich noch nicht ganz eins.“

Im ersten Rennen war Prokop aber schon auf einem guten elften Rang unterwegs, als er in einer schnellen Strecken-Passage zu forsch ans Werk ging und stürzte. „Wir hätten natürlich Ersatzteile gehabt“, meinte Bischoff. „Unter anderem hatte es Gabel und Elektronik erwischt. Doch das alles in einem kurzen Warm-up abzustimmen, wäre nicht machbar gewesen.“ Auf das zweite Rennen wurde verzichtet.

Bei der nächsten IDM-Runde in Zolder vom 6. bis 8. Juli im belgischen Zolder muss Prokop Ergebnisse liefern. Als sein persönliches Ziel hat der Reichenbacher für 2018 einen Platz in den Top Ten in den Raum gestellt. Dabei soll es auch bleiben.