Nur die ersten Drei schafften 1:25er-Zeiten. BMW-Neuzugang Ilya Mikhalchik (#50) ist der schnellste von ihnen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Die Plätze in der Superbike-Startaufstellung sind sortiert. In der IDM-Topklasse, die als Highlight im Rahmen der Endurance-WM bei der German Speedweek gastiert, geht es morgen für Ilya Mikhalchik, Lorenzo Lanzi und Bastien Mackels aus der ersten Reihe los. Somit stehen die schnellen Drei, die sich schon im freien Training beharkt hatten, nun auch am Grid ganz vorn.

Die Entscheidung fiel bereits im ersten Qualifying heute Mittag. Am schnellsten wurde die S1000 RR von Ilya Mikhalchik mit der Startnummer #50 notiert. Der Ukrainer von alpha Racing-Van Zon-BMW verdrängte den Belgier Bastien Mackels (Wilbers-BMW) in den letzten Runden vom ersten Platz. Mikhalchik brauchte für eine Runde 1:25,241 min Mackels absolvierte seine schnellste in 1:25,402 min. Nach hinten war auch nicht viel Luft. Lorenzo Lanzi folgte mit 1:25,817 min auf der MGM-Yamaha. An eine Verbesserung der Zeiten nur eine Stunde später im zweiten Qualifying war nicht zu denken. Die Sonne brannte erbarmungslos.

Als schnellster GSX-R 1000-Fahrer wird morgen Toni Finsterbusch von Suzuki Mayer anrollen. Der Sachse hat sich für den fünften Startplatz qualifiziert. Sein Ziel ist es, bester Suzuki-Fahrer zu werden. Er liegt dabei im internen Duell mit Dominic Schmitter (HPC Power Suzuki), der als Sechster neben ihm stehen wird. Beim Saisonauftakt war die Situation noch umgekehrt. Finsterbusch lag im Qualifying hinter Schmitter, schnitt aber dafür besser im Rennen ab. Das kann eine heiße Nummer werden.

Kawasaki-Zugpferd Mathieu Gines ist Siebter in der Startaufstellung und eröffnet die dritte Reihe. Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion) rückt daneben. Der 19-jährige Bobby Bos (Yamaha) wurde Neunter, nachdem er im freien Training schon zeigte, was er drauf hat. Und wo blieb Lucy Glöckner (Kawasaki Schnock Team Motorex)? Die schnellste Lady im Feld wurde Zwölfte.

Nicht alle Herren, die für das Qualifying in den Sattel stiegen, blieben auch sitzen. Schnell, schneller, Sturz. Diese Reihenfolge spielte sich bei Yamaha MGM im zweiten Qualifying ab. Lorenzo Lanzi wie auch Bobby Bos gingen zu Boden, blieben unverletzt und die Motorräder sind reparabel. „Sie wollten wissen, ob noch mehr geht und haben einen anderen Vorderradreifen ausprobiert“, erklärt Teamchef Michael Galinski.
Weniger Glück hatte Ricardo Brink. Der Niederlänger schlug unglücklich auf die Schulter auf. Ob er morgen am Start ist, ist noch nicht bekannt.

Auf dem zweiten Einsatzmotorrad waren bereits Bastien Mackels (Wilbers-BMW) und Jan Halbich (Honda Holzhauer Racing Promotion ausgerückt). Mackels hatte im ersten Qualifying einen Totalschaden fabriziert. An der Honda von Halbich war beim Einschlag die Gabel sauber durchgebrochen. Ebenfalls zu Boden gegangen war Kawasaki-Hoffnung Mathieu Gines, der in diesem Jahr seinen ersten Einsatz im Team Weber Motos Racing absolvierte. Der Franzose ist auch okay, aber die ZX-10R war vorne so verformt, dass sie in der Länge auf über 20 Zentimeter angewachsen war. Auf das zweite Qualifying verzichtete Gines. Es war auch ziemlich klar, dass sich bei den Zeiten nichts mehr ändern würde. Er greift morgen früh im warm up um 09:00 Uhr wieder an.