Go Ilyia go. Teamchef Werner Daemen hat in der Nachfolge von Markus Reiterberger aufs richtige Pferd gesetzt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Hätte jemand auf den IDM-Neuling Ilya Mikhalchik gewettet, hätte derjenige jetzt ziemlich viel Geld in der Tasche. Denn dass BMW-Pilot aus der Ukraine bei den IDM-Testfahrten in Zolder der schnellste Superbiker sein würde, überraschte selbst seinen Teamchef Werner Daemen von alpha Racing-Van Zon-BMW. Pikant: Der Neuzugang war auch schneller als der Belgier Bastien Mackels (Wilbers-BMW), für den der Kurs in Zolder die persönliche Haus- und Hofstrecke ist und der mit Mikhalchik punktgleich die IDM-Gesamtwertung anführt.

Dabei war die nervenaufreibende Strecke mit den Mauern auf der Start-Ziellinie für den Ukrainer absolutes Neuland. Doch laut Daemen machte ihm das nichts aus. „Die Deutschen sind es gewohnt, eine Auslaufzone von 100 Metern zu haben wie auf dem Nürburgring oder in der Lausitz. Ein Mann wie Ilya, der schon in der WM gefahren ist, kennt auch ganz andere Strecken. In Imola stehen die Mauern zum Beispiel drei Meter neben der Fahrbahn.“

Das Team nutzte den Testtag am 31. Mai 2018, um die BMW S 1000RR schon für die IDM-Veranstaltung vom 6. bis 8. Juli 2018, die dann auch in Zolder stattfindet, abzustimmen. Und es bereitete sich auf die IDM-Runde nächste Woche in Oschersleben vor, wenn die Superbiker im Rahmen der German Speedweek an den Start gehen. „Es ging um kleine Sachen im Chassis und an der Geometrie“, berichetet Daemen.

Mikhalchik trat heute, am Freitagabend, den Rückflug nach Kiev an. Ein paar Tage hat der 21-Jährige jetzt Pause. Nächste Woche wird er am Donnerstag zum 1. freien IDM Superbike 1000-Training in der Magdeburger Börde erwartet.