Zurück zu den Wurzeln: Toni Finsterbusch ist nach acht Jahren in der EM und WM in die IDM zurückgekommen. Text: Anke Wieczorek, Foto: Felix Wiessmann

Das Team Mayer Suzuki aus Passau hat sich neu aufgestellt und mit seinem Fahrer Toni Finsterbusch vielleicht das große Los gezogen. Auch wenn der Sachse noch nicht um den Sieg in der IDM Superbike 1000 mitfährt, so will er wenigstens bester Suzuki-Pilot sein. Momentan ist er das auch. Die GSX-R 1000 ist in ihrer aktuellen Ausgabe das zweite Jahr im IDM-Einsatz. Jetzt mit der neuen Kit-Zündung, die mehr Möglichkeiten eröffnet, aber auch mehr Arbeit mit sich bringt. Arbeit, die vor allem Teamchef Thomas Mayer auf Trab hält.

Doch dieser hatte auch genügend Gründe, sich beim IDM-Auftakt in Oschersleben über seinen neuen Schützling zu freuen. Schon im ersten Lauf war Finsterbusch ein sauberes Rennen gefahren und als Siebter und damit bester Suzuki-Pilot im Ziel angekommen. Im zweiten donnerte er zu Beginn sogar auf die zweite Position hinter Ilya Mikhalchik (BMW). Gegen Rennende musste Finsterbusch, der letztendlich Fünfter wurde, ein wenig das Gas rausnehmen. «Die Reifen haben etwas nachgelassen», schildert er. «Im zweiten Rennen hatte ich am Ende viel Wheelspin, bin nicht mehr richtig vorangekommen und musste etwas abreißen lassen. Dann habe ich selbst noch zwei kleine Fehler fabriziert. Dadurch sind Dominic Schmitter, der als Dritter aus Podium kam, und Julian Puffe noch durchgeschlüpft.» Ausgerechnet Schmitter – ein Suzuki-Pilot. Der jetzt wegen seines Ausfalls im ersten Lauf aber in der Gesamtwertung noch hinter Finsterbusch rangiert.

Das nächste Aufeinandertreffen findet am zweiten Juni-Wochenende statt. Wieder in Oschersleben.
Finsterbusch weiß, «dass ich als Fahrer zur Lebensdauer der Reifen beitragen kann, indem ich am Anfang des Rennens etwas sparsamer damit umgehe.»
Er sollte auch von seinen internationalen Erfahrungen zehren können. Finsterbusch, der im Juni 25 Jahre alt wird, fuhr zwei Jahre in der Moto3-Weltmeisterschaft. Anschließend suchte er das Glück in der FIM Superstock 1000-EM. Jetzt ist er wieder dort, wo er das Fahren auf der Rundstrecke richtig gelernt hat: in der IDM, in der er 2010 Vizemeister in der 125 ccm-Klasse wurde, und in der er jetzt nach ganz oben will. Aber er hat schon gemerkt: das Niveau liegt verdammt hoch.