Der Umstieg von 300 auf 600 cm³ ist Gabriel Noderer gelungen. Foto: Dino Eisele

Grün – die Farbe ist in der IDM Supersport 600 ziemlich exotisch und war beim Saisonauftakt bei nur drei von 21 Fahrern vertreten. Einer davon ist Gabriel Noderer vom Team Schnock Kawasaki Motorex. Er will die ZX-6R ins Rampenlicht fahren, am liebsten ganz nach vorn. Der Teamneuzugang steht dabei vor einer Mammutaufgabe. In der mittleren IDM-Klasse ist das Feld besonders ausgeglichen und stark besetzt. Noderer, der aus Bayern kommt, fuhr im letzten Jahr noch in der Supersport 300-Weltmeisterschaft und hat jetzt den doppelten Hubraum in den Griff zu kriegen. Die Mehrleistung muss erst einmal bewältigt werden.

Doch der 21-Jährige machte seine Hausaufgaben: Platz 11 im ersten Rennen und Platz 8 im zweiten. „Im ersten Rennen sind mir ein paar Fehler unterlaufen und ich war nicht aggressiv genug“, erklärt er. „Das Geilste war meine beste Rundenzeit von 1:29,507 min.“

Das ist in der Supersport-Klasse in Oschersleben eine ordentliche Nummer. Was er noch in den Griff kriegen muss: „Ich habe beim Beschleunigen aus den Kurven heraus noch zu viel Schräglage, da steckt noch der alte 300er-Stil drin. In der 600er-Klasse muss man das Motorrad früher aufstellen.“ Insgesamt zeigte sich Noderer mit der Punkteausbeute von 13 Zählern beim Debüt ganz zufrieden:

„Ich habe keine größeren Böcke geschossen und es geht in die richtige Richtung.“