IDM Supersport 600: Enderlein Trainings-Schnellster

Was wird das für ein Kampf. Max Enderlein steht mit der Freudenberg-Yamaha am Grid ganz vorne und hat die beste Ausgangsbasis, aber er kann sich für die beiden IDM Supersport 600-Läufe warm anziehen. Marc Buchner sitzt dem Sachsen im im Nacken. Und hinter diesem lauert kein Geringerer als Kevin Wahr, der 2018 endlich zum zweiten Mal den Titel in der Klasse holen will. Sein Teamchef und Tuner Diego Romero hat extra noch ein Jahr drangehängt, nachdem im vergangenen Jahr einiges schief gelaufen war und Wahr am Saisonende „nur“ Vize wurde. „So kann ich mich nicht verabschieden“, überlegte sich der Betzdorfer im Winter.

Die IDM Supersport 600 ist mit Ausnahme zweier Kawasakis eine Yamaha-Angelegenheit, durchzogen von Stocksport-Motorrädern, an denen weniger Veränderungen erlaubt sind und deren Fahrer auch eine B-Lizenz haben dürfen. Sie starten im gleichen Feld, werden aber unterschiedlich gewertet. Noch sind vorderen Positionen ausschließlich von den Supersportlern besetzt, aber wie lange dauert es, bis sich der Nachwuchs aus der Superstockszene nach vorne gearbeitet hat? Das Feld ist beeindruckend. Das findet auch Gastfahrer Dennis Bech aus Dänemark, der unter der Bewerbung von Yamaha MGM antritt. „In Oschersleben und in Schleiz, vielleicht auch in Hockenheim“, überlegt der solvente R6-Fahrer aus dem hohen Norden. Selbst eine permanente Nennung ist nicht ausgeschlossen.

Immer besser läuft es auch für Gabriel Noderer, einem der zwei permanenten Kawasaki-Fahrer im Feld. 2017 fuhr der Bayer noch in der Supersport 300-WM. Das lief nicht ganz glatt. Ganz nebenbei wuchs Noderer körperlich über die prädestinierten Maße hinaus. Der Umstieg auf das Motorrad mit dem doppelten Hubraum muss nun erst einmal bewältigt werden. Immerhin: Startplatz 11.